Regisseur

Der Anfang

Als ich 1991 zu ersten Mal eine Oper gesehen hatte (Die Zauberflöte an der Oper Graz) war mir klar, welchen Weg ich einschlagen musste. Ich wurde Stammgast in der Grazer Oper. Im Alter von 16 Jahren, begann ich, an der Grazer Oper zu hospitieren. So konnte ich mit Vera Nemirova und Tatjana Gürbaca arbeiten. Zwischen der schriftlichen und mündlichen Matura im Jahre 2006 bestand ich die Aufnahmsprüfung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Während des Studiums arbeitete ich als Regieassistent in Wien und St. Pölten.

 

Studium „Musiktheater-Regie“

In der Opernklasse von Prof. Michael Temme und Prof. Leo Plettner absolvierte ich sechs Semester, seit Oktober 2009 war ich in der Opernklasse von Prof. Paul Esterhazy. Im Rahmen meines Studiums assistierte ich meinen Professoren in diversen Produktionen auf der Neuen Studiobühne und im Schlosstheater Schönbrunn. Im Rahmen des Studiums  inszenierte ich „The Telephone“ von Gian-Carlo Menotti und „La Serva Padrona“ von Giovanni Battista Pergolesi. Am 25. Juni 2010 wurde  meine Diplominszenierung „The Medium“ von Gian-Carlo Menotti in Anwesenheit der Professoren Gabriele Lechner, Reto Nickler, Didier von Orlowsky und Karlheinz Hanser. Abschluss des Studiums mit Auszeichnung.

 

Schubert Theater Wien

Am Schubert Theater Wien inszenierte ich im Juni 2009 „Elling“ von Axel Hellstenius.Wiederaufnahme im Dezember 2009 und Juni 2010. Es war mir eine Freude mit Manuela Linshalm den Thriller „Was geschah mit Baby Jane“ zu  inszenieren. Die für das Puppenspiel perfekt geeignete Schauspielerin hat schon bei „Schlag sie tot“ und „Freaks“ ihre Puppenspielqualitäten gezeigt. Premiere war am 17. Februar 2013.

 

Schauspielhaus Graz

Am 17.Oktober hatte Albert Camus „Das Missverständnis“ am Grazer Schauspielhaus Premiere. Das Publikum war begeistert von den Leistungen der Schau- und Puppenspieler Seyneb Saleh und Florian Köhler, die nicht nur den anspruchsvollen Text beherrschen mussten, sondern auch das Puppenspiel. Die Bühne von Jakob Brossmann wurde mit Lob bemerkt wie auch die Kostüme von Denise Heschl. Heike Müller-Merten, Chefdramaturgin des Schauspielhauses war mir als mitspielendem Regisseur eine tatkräftige Stütze. 2015 wurde die Produktion an das Volkstheater Wien übernommen und wurde zu Gastspielen in Karlsruhe (Staatstheater) Fürth, Leipzig und Zürich (Schauspielhaus) eingeladen.

 

Volkstheater Wien

Die Kärntner Dichterin Christine Lavant beschrieb in ihrer Novelle das Schicksal eines behinderten Kindes, das sein Leben bei der Rettung des gesunden Schwesterchens riskiert und ertrinkt. Heinz Sichrovsky schreibt im NEWS vom 07.12.2015: „Als Regisseur wurde der ingeniöse Puppenspieler Nikolaus Habjan verpflichtet, und das ist der Glücksgriff der Aufführung. Der Bühnenbildner Jakob Brossmann hat drei antike Museumsvitrinen auf die Szene gestellt. Dort verharren die Personen als bewegungslose Exponate, ehe sie sich beleben, um das Passionsspiel vom kleinen, gequälten Mädchen Zita aufzuführen. bjan wirkt diesmal nicht selbst mit, doch sind die Schauspieler bis zur Perfektion in die Führung der lebensgroßen Klappmaulpuppen eingewiesen. Das Wechselbälgchen ist eine solche Puppe, ebenso der Pfarrer und die kleine Schwester in ihrer monströsen Hübschheit. Die Magie der Puppenszenen ist gewaltig, das Geschehen schwingt sich in ihnen sofort zu der dem Text eigenen irrationaler Grausamkeit auf.“

Das Stück wurde auch im Heimatort der Dichterin in Wolfsberg / Kärnten am 5. und 6. Juni 2016 aufgeführt.

Alexander E. Fennon und Christoph Hackenberg in Elling

Manuela Linshalm – © Schubert Theater

Albert Camus „Das Missverständnis“ Seyneb Saleh – © Anna Lunghammer