„Der Besuch der alten Dame“ München: Kritiken & Berichte
Süddeutsche Zeitung: „Alles toll, aber der ganze große Wurf dieses Abends ist die Regie von Nikolaus Habjan. Habjan ist der Puppenzauberer unter den Theatermachern, also gibt es Claire hier zweimal, einmal als überkandidelt ausstaffierte Puppe, geführt von Manuela Linshalm, einmal in Gestalt von Sophie Rennert.“
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Münchner Merkur: Gottfried von Einems Dürrenmatt-Oper „Der Besuch der alten Dame“ schildert den Verfall einer Gesellschaft. Regisseur Nikolaus Habjan findet dafür am Gärtnerplatz starke, kluge, einfühlsame Bilder. Das Ensemble mit Sophie Rennert an der Spitze überzeugt restlos.
Klassik-begeistert.de: Gute Unterhaltung! Auch. Schöpft zugleich das Potenzial voll aus, mich zum Nachdenken zu bringen. Über die Zeit, in der ich lebe. Über meinen moralischen Kompass. Wie schmal der Grat ist: schwupps! ist die Moral in die Tonne getreten. Die Musik wühlt auf, die Stimmen gefallen, alle! Das Duo Mezzo Sophie Rennert und Puppenspielerin Manuela Linshalm machen mir die gnadenlose Claire Zachanassian höchst lebendig.
Bayern Klassik:
KRITIK „DER BESUCH DER ALTEN DAME“ IN MÜNCHEN MÖRDERISCH UND PACKEND
Eine missbrauchte und verstoßene Frau kehrt zurück in ihr Heimatdorf und nimmt Rache – das beschreibt Friedrich Dürrenmatt in „Der Besuch der alten Dame“. Gottfried von Einem hat aus dem Stoff 1971 eine Oper komponiert. Die ist seit gestern am Münchner Gärtnerplatztheater zu erleben, fulminant inszeniert von Regisseur Nikolaus Habjan und Dirigent Michael Balke.